Essig Warenkunde
Bio – Qualität: Bio-Essig darf nur aus Rohstoffen
aus ökologischem Anbau hergestellt werden. Pasteurisieren,
Schwefeln sowie die Zugabe von Antioxidanten und künstlichen
Aromen ist unzulässig.
Balsamico dunkel: Echter „Aceto Balsamico
Tradizionale“ wird aus eingekochtem Traubenmost hergestellt
und reift mindestens zwölf Jahre in Holzfässern.
Die preisgünstigeren Sorten bestehen aus konzentriertem
Traubenmost und Weinessig.
Das würzige und zugleich süßliche Arome des
dunklen Balsamico passt zu pikanten Saucen, Gemüse und
Fleisch. Er ist aber auch ein Salatsaucen – Klassiker.
Balsamico hell: Er schmeckt süßer.
Fruchtiger und milder als dunkler Balsamico und besteht ebenfalls
aus eingedicktem Traubenmost und Weinessig. Der Traubenmost
wird bei niedrigeren Temperaturen eingekocht als beim dunklen
Balsamico. Deshalb hat der Essig eine helle Farbe. Heller
Balsamico verfeinert optimal Blattsalate und helle Suppen,
aber auch Desserts und Fruchtsaucen.
Essigmutter: Sie enthält die Essigbakterien,
welche den im Rohstoff enthaltenen Alkohol in Essig verwandeln.
Wahrscheinlich züchtete vor dem 19.Jahrhundert jeder
Haushalt seine eigene Essigmutter. Erst 1864 erkannte Louis
Pasteur, dass Essig durch die Tätigkeit von Bakterien
in der Essigmutter entsteht.
Fruchtessige: Für die Herstellung wird
ein milder Weinessig mit Saft aus verschiedensten Früchten
wie Himbeeren vergoren. Die süßlich schmeckenden
Fruchtessige passen gut zu Salaten, die mit frischem Obst
oder mit mildem Käse kombiniert sind.
Geschichte: Seit mehreren Jahrtausenden nutzen
Menschen aus allen Erdteilen Essig als Würz-, Konservierungs
– und Heilmittel. Traditionell produzieren die Bewohner
einer Region Essig aus Nahrungsmitteln, die in unmittelbarer
Umgebung gedeihen. Deshalb existiert eine Vielfalt von Essigsorten
aus verschiedensten Rohstoffen wie Reis, Äpfeln, Trauben
und Beeren.
Gesundheitsfördernde Eigenschaften: Essige sind auch
bewährte Haus – und Naturheilmittel. Apfelessig
kann auf Grund seiner basischen Wirkung einer Übersäuerung
des Körpers vorbeugen. Weinessig wirkt antiseptisch.
Äußerlich angewendet, hilft Essig bei unreiner
Haut, lindert Juckreiz und Schwellungen nach Insektenstichen.
Als Spülung bringt er Glanz ins Haar.
Herstellung: Die in der Essigmutter enthaltenen
Bakterien bauen den in der jeweiligen Rohstoff-Masse enthaltenen
Alkohol zu Essig ab. Optimal für den Gärvorgang
sind eine Temperatur zwischen 25 und 30 Grad sowie ausreichende
Sauerstoffzufuhr. Es gibt drei ver-schiedene Gärverfahren.
Das Orleans- Verfahren bildet die älteste Methode: Der
Essig gärt in gelochten Holzfässern oder Steingutgefäßen.
Da die Essigbakterien nur an der Oberfläche des Weins
wirken, dauert die Gärung mindestens mehrere Wochen.
Beim Essigbildner – oder Spanbildner-Verfahren werden
Holzfässer mit Most oder Maische zu einem Drittel gefüllt.
In die Ansatzlösung werden Buchenrollspäne gehängt,
auf denen sich die Essigsäurebakterien ansiedeln. Da
die Späne den Bakterien eine größere Angrifffläche
bieten und ständig Sauerstoff zugeführt wird, läuft
die Essigproduktion schneller ab. Nach sechs bis zehn Tagen
ist der Rohessig fertig. Beim submersen oder untergetauchten
Verfahren siedeln die Bakterien nicht auf Holzspänen,
sondern direkt in der Maische an , in die ständig Sauerstoff
eingeleitet wird. Hierdurch erhalten die Bakterien eine noch
größere Angriffsfläche. Die Herstellung ist
nach ein bis drei Tagen abgeschlossen.
Kräuteressige: Aus Weinessigen lassen
sich durch Zugabe von Kräutersäften weitere Essig-Variationen
kreieren. Die würzigen Kräuteressige haben ein kräftiges
Aroma. Sie eignen sich als Begleiter in Salat-Marinaden und
Dips.
Nährstoffe: Hochwertiger Essig enthält
zahlreiche wichtige Inhaltsstoffe, wie Mineralien, Ballaststoffe,
Fruchtsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine.
Reifung: Nach der Gärung reifen viele
Essig-Spezialitäten in Holzfässern weiter, zum Teil
länger als ein Jahrzehnt. Neben der Gärung beeinflusst
die Reifezeit maßgeblich die Geschmacksqualität.
Säureanteil: Der Gesetzgeber schreibt
einen Säureanteil von mindestens fünf Prozent vor.
Bei echten Weinessigen sind es sechs Prozent. Der Säureanteil
ergibt sich durch den jeweiligen Alkoholgehalt der Maische
oder durch das Verschneiden von unterschiedlich sauren Partien.
Weinessige : Weinessig ist mild im Geschmack
und neutral in der Farbe. Er passt gut zu hellen Salaten und
Gemüsegerichten. Deren Farbe sich nicht verändern
soll. Rotweinessig hat ein kräftiges Aroma und eignet
sich zum Marinieren von Wild- und Fleischgerichten sowie für
Gemüse und Salate.
Quelle: biohandel
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